MOIN Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein

Drei Mal MOIN an der Croisette

09.04.2026 | Festival de Cannes

Minotaurus; Copyright Anna Matveeva

Drei MOIN-geförderte Produktionen feiern im Mai ihre Weltpremiere in Cannes: Wie das Festival heute bekannt gegeben hat, geht die internationale Koproduktion „Minotaurus“ ins Rennen um die Goldene Palme. Der Debütfilm „Elefanten im Nebel“ der Lübecker Zischlermann Filmproduktion läuft in der renommierten Sektion Un Certain Regard. In der Directors’ Fortnight ist zudem der animierte Kurzfilm „Daughters of the Late Colonel“ der Hamburger Produktionsfirma Fabian&Fred vertreten.

Helge Albers, Chef der MOIN Filmförderung: „Mit ‚Minotaurus‘ im Wettbewerb, ‚Elefanten im Nebel‘ in Un Certain Regard und dem animierten Kurzfilm ‚Daughters of the Late Colonel‘ in der Directors’ Fortnight sind drei sehr unterschiedliche, aber gleichermaßen herausragende Filme in Cannes vertreten. Wir gratulieren allen Beteiligten herzlich! Die drei Filme unterstreichen die internationale Sichtbarkeit des Filmnordens auf einem der wichtigsten Festivals der Welt.“

ÜBER DIE FILME

In der internationalen Koproduktion Minotaurus von Regisseur Andrei Zvyagintsev geht es um Gleb, den Chef eines erfolgreichen Unternehmens in einer russischen Provinzstadt, der angesichts wachsender beruflicher Probleme und einer persönlichen Krise zunehmend unter Druck gerät. Als er entdeckt, dass seine Frau eine Affäre hat, gerät sein Leben aus dem Gleichgewicht – und droht in einem zunehmend instabilen Umfeld zu eskalieren. Das Drehbuch stammt von Seymen Lyashenko. Koproduziert wurde der Film von Razor Film Produktion. Die MOIN Filmförderung hat die Produktion mit 100.000 Euro unterstützt, ein Teil der Postproduktion fand in Hamburg statt.

Elefanten im Nebel ist das Langfilmdebüt des nepalesischen Regisseurs Abinash Bikram Shah, dessen Kurzfilme und Arbeiten als Autor bereits international Beachtung fanden. Der Film erzählt von Pirati, der Matriarchin einer Gemeinschaft von Kinnar-Frauen in einem nepalesischen Dorf, die sich zwischen persönlichem Glück und Verantwortung entscheiden muss. Die deutsch-majoritäre Koproduktion entstand unter Federführung der Lübecker Zischlermann Filmproduktion und der Kölner Produktionsfirma Die Gesellschaft DGS. Die MOIN Filmförderung hat das Projekt mit 65.000 Euro gefördert.

Nach dem Tod ihres jähzornigen und herrischen Vaters wissen zwei Schwestern mittleren Alters nicht mehr wie es weitergehen soll. Ein unerwarteter Besucher weckt in ihnen den Mut ihr Leben neu zu beginnen. Daughters of the Late Colonel ist eine fröhliche derbe und lyrische Zeichentrickadaption der gleichnamigen modernistischen Kurzgeschichte die Katherine Mansfield 1920 verfasste. Die MOIN Filmförderung hat die Produktion mit 45.000 Euro gefördert.

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