MOIN Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein

Zwölf MOIN-geförderte Produktionen in Saarbrücken

18.12.2025 | Filmfestival Max Ophüls Preis 2026

Zwei Männer und eine Frau im Sportoutfit halten einen Becher hoch
Der Film "Hygge" wurde von Klinkerfilm aus Hamburg heraus produziert

MOIN goes Filmfestival Max Ophüls Preis : und das gleich zwölf Mal! Mit „Hygge“, „Wovon sollen wir träumen“, „Im Licht der Sandbank“ und „Rike“ haben vier Filme den Sprung in den Wettbewerb des Nachwuchsfestivals geschafft. Wer sonst noch vom 19. bis 25. Januar 2026 dabei ist, erfahrt ihr hier:

Hygge (Wettbewerb Spielfilm)

Regie: Lena Fakler, Zarah Schrade, Produktion: Klinkerfilm

In einer nahen Zukunft versinkt die Welt im Chaos. Nur an einem Ort ist noch alles in Ordnung: in der Reality-Show „Hygge“. Zusammen mit anderen Kandidat:innen führen Levi und ihre Partnerin Minu auf einer idyllischen Insel ein Leben als perfekte Kleinfamilie. Mit der Teilnahme will sich das Paar die Chance auf eine künstliche Befruchtung sichern. Während Minu im engen Korsett der Show gut funktioniert, kann sich Levi nur schwer anpassen. Als ihr eines Tages die Flucht gelingt, scheint es, als könne sie ihr Glück hinter dem Zaun finden. Doch die Produktion sieht alles.

Wovon sollen wir träumen (Wettbewerb Spielfilm)

Eine Frau schaut eine andere Person eindringlich an und hlät ihren Kopf fest

Regie: Milena Aboyan, Constantin Hatz, Produktion: Riva Filmproduktion

An einer Lebensmittelausgabe kreuzen sich die Wege dreier Frauen. Laura ist seit Kurzem Freigängerin und sollte sich aus Konflikten heraushalten. Aber als ein Mann die Kurdin Evîn rassistisch beleidigt, stellt sie sich schützend vor die Frau. Die Situation eskaliert und Polizistin Julia kommt dazu, um den Streit zu schlichten. Für einen kurzen Moment streifen sich die Schicksale der drei Frauen – ehe sie in getrennten Bahnen weitertreiben und in ihren eigenen Überlebenskampf zurückkehren.

Archipele des Herzens (Wettbewerb Dokumentarfilm)

Ein Mann schaut sich mit einer Lupe ein Stück Holz an

Regie: Annika Gutsche

Auf einer kleinen Insel im Süden Patagoniens beginnt die Filmemacherin ein dokumentarisches Projekt über Klimaforschung. Dann wird sie Mutter und kommt nach drei Jahren mit ihrem Kind nach Patagonien zurück, um die Arbeit an dem Film fortzusetzen. Im Spannungsfeld zwischen Care-Arbeit und künstlerischer Praxis verschiebt sich der Fokus, geleitet von der Frage: Wie kann man weiter kreativ sein, während man mit den Rhythmen und Bedürfnissen eines anderen Lebewesens verbunden ist?

Im Licht der Sandbank (Wettbewerb Dokumentarfilm)

Ein Vogelschwarm am Strand

Regie: Kilian Helmbrech; Produktion: Atara Film

Sieben Monate verbringt Kilian Helmbrecht als Vogelwart alleine auf Scharhörn, einer Düneninsel in der Helgoländer Bucht. Seine Aufgaben bestehen aus Vogelzählung, Observierung und dem Sammeln von Treibgut. Kontakte nach außen sind rar, aber umso deutlicher wirkt das Eindringen der Außenwelt und ihrer Themen nach. Eine Erzählung über die Zuneigung zur Landschaft. Und das Porträt eines Ortes, dessen Existenz zutiefst bedroht ist.

Rike (Wettbewerb Kurzfilm)

Zwei Männer und eine Frau schauen aus einem geöffneten Fenster

Regie: Sophia Schachter; Produktion: Streuselfilm

Eine junge Frau weint. Ein neuer Tag beginnt. Rike arbeitet als Malerin und Lackiererin. Sie trägt weiße Arbeitskleidung. Jeden Tag fährt sie mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit. Sie und ihre KollegInnen streichen Wände, weiß. Jede Bewegung ist klar. Nach der Arbeit kauft sie sich einen Blumenstrauß, und als sie durch die Straßen geht, verändert sich etwas. Die Welt gibt ihr etwas zurück.

Der letzte Walsänger (Sektion Kinder- und Jugendfilm)

Ein großer und ein kleiner Wal schwimmen auf einen anderen Wal zu

Regie: Reza Memari, Produktion: Telescope Animation

Der junge Buckelwal Vincent ist der verwaiste Sohn des letzten Walsängers, dessen magisches Lied einst die Ozeane beschützte. Als ein Monster aus einem schmelzenden Eisberg ausbricht und die Meere vergiftet, wird Vincent gerufen, um die Gefahr zu stoppen. Doch voller Selbstzweifel beschließt er, seine Eltern aus dem mystischen Sternenbecken zurückzuholen. Auf der abenteuerlichen Reise zum tiefsten Punkt des Meeres muss er mit Hilfe seiner Freunde lernen, seine eigene Stimme zu finden.

Als wäre es leicht (Sektion Watchlist)

Eine Frau sitzt mit einer Wasserpistole in einer Badewanne und guckt ernst

Regie: Milan Skrobanek, Produktion: CURLYPICTURES

Kati ist gehörlos, Florian ist blind. Er ist Stadionkommentator beim FC St. Pauli, sie entdeckt die Welt durch ihre Kamera. Als sie sich im Dialoghaus Hamburg begegnen, entsteht eine eigene Sprache – jenseits von Worten und Gesten, getragen von Nähe und Mut. Ihre Liebe wirkt für Außenstehende kaum möglich und entfaltet gerade deshalb eine besondere Kraft.

Billie (Sektion Watchlist)

Zwei Frauen halten sich an den Händen fest und schauen sich an

Regie: Sheri Hagen, Produktion: Equality Film

Nina und Angie sind beste Freundinnen und schlagen sich gemeinsam durchs Leben. Als Angies pubertierende Tochter Rahel 300 Euro für eine Klassenfahrt braucht, gehen sie kurzerhand in die Bank, in der Ninas Ehemann Marc arbeitet, um ihn nach einem Kleinkredit zu fragen. Doch als Marc die Bitte harsch ablehnt, verliert Angie die Beherrschung. Die Dinge geraten außer Kontrolle – und plötzlich sitzen die Freundinnen in der Bank fest und werden unfreiwillig zu Geiselnehmerinnen.

Guochang (Sektion Diskurze)

Filmstill aus "Guochang": Zwei alte Männer stehen/sitzen draußen vor einem Gitterzaun

Regie: Nana Xu; HFBK

Das Dorf Guochang („Obsthof“) entstand während der chinesischen Kulturrevolution (1966-76) als Arbeitslager – aufgebaut von Häftlingen, darunter auch dem Vater der Regisseurin. Später wurden die Spuren verwischt: Der Ort war zeitweise zugleich Dorf und Gefängnis, später sogar ein Drogenbehandlungszentrum. Der Film richtet sich gegen das Vergessen und Verschweigen und versucht, den Geistern der Verstorbenen und Verschwundenen eine Form von Erlösung zu geben.

Unsere Natur (Sektion Diskurze)

Eine Person, die komplett in grüne Blätter gekleidet ist.

Regie: Marlene Denningmann

Ein Gebüsch tanzt durch eine leere Schule, Jugendliche versammeln sich in einem Stuhlkreis. Die Schulglocke läutet und ein Kennenlernspiel beginnt. In Zusammenarbeit mit Hamburger Jugendlichen schaut der Film hinter die Kulissen: Was passiert eigentlich bei einem Workshop für Sexualkunde?

Stupor (Sektion Diskurze)

Regie: Leonie Kellein; Produktion: Fünferfilm

Ein lebensbedrohlicher Moment, als gemeinsames Reenactment auf einer Eisfläche inszeniert: ein Augenblick, in dem „etwas dabei ist zu passieren“ – gedehnt, verlangsamt, fast schwebend.

Ganzer halber Bruder (Sektion Sonderprogramme (Gastprogramm: Special Olympics))

Ein junger und ein älterer Mann sitzen in einem fahrenden Auto

Regie: Hanno Olderdissen, Produktion: Neue Schönehauser Filmproduktion

Frisch aus dem Knast entlassen erfährt Immobilienbetrüger Thomas, dass er von seiner ihm unbekannten Mutter ein Haus geerbt hat – und das ist einiges wert. Wenn er es verkaufen könnte, stünde einem Neuanfang in Spanien nichts im Wege. Die Sache hat nur einen Haken: Im Haus lebt sein Halbbruder Roland, ein Fan von Oldies und Cabrios, mit festem Job und Trisomie 21. Und weil Roland lebenslanges Wohnrecht genießt, zieht Thomas kurzerhand zu ihm und versucht alles, um den ungeliebten Mitbewohner aus dem Haus zu drängen.

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