
Dogma 25 dockt in Hamburg an
16.05.2026 | Fünf Filme, fünf Regisseur*innen, zehn Gebote

Die Regisseur*innen Kurdwin Ayub, İlker Çatak, Nora Fingscheidt, Helene Hegemann und Tom Tykwer haben heute am Rande der Filmfestspiele von Cannes bekanntgegeben, dass sie mit DOGMA 25 eine der radikalsten Bewegungen der Filmgeschichte nach Deutschland holen. Die MOIN Filmförderung unterstützt die fünf geplanten DOGMA-Filme mit insgesamt 1,2 Millionen Euro.
Im Zuge des Projekts nimmt die renommierte Produktionsfirma Zentropa ihre Arbeit am Hamburger Standort wieder auf. Hinter DOGMA 25 Germany stehen als Koproduktionsfirmen Zentropa Hamburg, X Filme Creative Pool und if…Productions.
Zwei der fünf Regisseur*innen haben dabei bereits einen engen Bezug zum Filmstandort Hamburg. İlker Çatak hat seine Filme – darunter den Goldene-Bär-Gewinner „Gelbe Briefe" und das Oscar-nominierte „Das Lehrerzimmer" – in der Hansestadt realisiert. Ähnlich wie Çatak wurde Nora Fingscheidt wurde seit ihrem Debütfilm „Systemsprenger“ von der MOIN Filmförderung begleitet und unterstützt. Auch die Spielfilme von Kurdwin Ayub („Mond“), Helene Hegemann („Axolotl Overkill“) und Tom Tykwer („Babylon Berlin“, „Lola Rennt“) sollen in den nächsten Jahren geschrieben und gedreht werden – und dies unter anderem in der Filmregion Hamburg Schleswig-Holstein.
Helge Albers, Geschäftsführer der MOIN Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein: „DOGMA 25 Germany ist für uns mehr als eine Förderentscheidung – es ist ein Statement. Fünf der spannendsten Regisseur*innen des deutschsprachigen Films setzen sich zehn strenge Regeln, um künstlerisch freier zu werden. Das ist mutig und konsequent. Dass die Hansestadt im Zentrum dieser Bewegung steht – nicht zuletzt durch die Rückkehr von Zentropa Hamburg in – freut uns sehr.“
Die Förderentscheidung der MOIN trafen am 06.05.2026 die Mitglieder des High End-Gremiums Murat Isgüder, Ole Kampovski, Wenka von Mikulicz, Caroline von Senden, Ipek Zübert und Helge Albers. Albers ergänzt: „Wir wissen noch nicht, welche Filme entstehen werden – und das ist in diesem Rahmen genau richtig. DOGMA 25 verlangt, dass die Regisseur*innen frei von inhaltlichen Auflagen arbeiten. Unsere Aufgabe als MOIN ist es, diesen Raum zu schaffen und zu schützen."
DOGMA 25 Germany knüpft an die gleichnamige Bewegung an, die im Mai 2025 in Cannes von fünf dänischen Regisseur*innen – May el-Toukhy, Milad Alami, Annika Berg, Isabella Eklöf und Jesper Just – ins Leben gerufen wurde. Diese wiederum bezieht sich auf das legendäre Manifest DOGMA 95: Die Filme, die darunter entstanden sind – wie zum Beispiel „Das Fest“ von Thomas Vinterberg, „Idioten“ von Lars von Trier oder „Italienisch für Anfänger“ von Lone Scherfig – gelten bis heute als Referenzpunkte des europäischen Kinos. Albers weiter: „Mit DOGMA 25 Germany kommt diese Tradition nun nach Hamburg – das ist nicht nur ein Standorterfolg für die Filmregion, sondern auch eine Chance für das deutsche Kino und ein Vertrauensbeweis in fünf außergewöhnliche Regisseur*innen.“
Die zehn DOGMA 25-Gebote:
Das Drehbuch wird original und handschriftlich von den Regisseur*innen verfasst.
Mindestens die Hälfte des Films muss ohne Dialog auskommen.
Das Internet wird aus allen kreativen Prozessen ausgeschlossen.
Wir akzeptieren nur Finanzierungen ohne inhaltliche Auflagen.
Nicht mehr als 10 Personen hinter der Kamera.
Der Film muss dort gedreht werden, wo die Handlung spielt.
Wir dürfen kein Make-Up verwenden oder Gesichter und Körper manipulieren, es sei denn, dies ist Teil der Erzählung.
Alles, was mit der Produktion des Films zu tun hat, muss gemietet, ausgeliehen, gefunden oder wiederverwendet werden.
Der Film muss innerhalb von einem Jahr fertiggestellt werden.
Mach diesen Film, als wäre es dein Letzter.
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