MOIN Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein

3x MOIN auf dem Weg zu den Oscars

14.09.2026 | Academy Awards 2027

Hamburg, 14.09.2026 – Der erste Schritt ist geschafft: Das Drama „Elefanten im Nebel“ der Lübecker Firma Zischlermann geht für Nepal ins Rennen um den Oscar in der Kategorie „International Feature Film“. Damit reiht sich der Film neben „Gelbe Briefe“ und „Rose“ als dritter MOIN-geförderter Oscar-Kandidat ein. Ende September feiert „Elefanten im Nebel“ beim FilmFest Hamburg seine Deutschlandpremiere.

Für die MOIN Filmförderung ist die Entscheidung aus Nepal ein weiterer Erfolg im Oscar-Wettbewerb: Neben dem nun ausgewählten Beitrag ist „Gelbe Briefe“ von İlker Çatak durch seinen Berlinale-Gewinn bereits für die Kategorie „International Feature Film“ qualifiziert. Für Çatak ist es damit die zweite Chance auf eine Oscar-Nominierung: Sein Film „Das Lehrerzimmer“ erhielt 2024 eine Oscar-Nominierung als bester internationaler Film. Auch der diesjährige Oscar-Beitrag aus Österreich „Rose“ von Markus Schleinzer wurde von der MOIN Filmförderung unterstützt. Für ihre schauspielerische Leistung in der österreichisch-deutschen Koproduktion erhielt Sandra Hüller bei der Berlinale 2026 den Silbernen Bären. Der Debütfilm „Elefanten im Nebel" des nepalesischen Regisseurs Abinash Bikram Shah gewann in Cannes den Jurypreis in der Sektion „Un Certain Regard" und wird beim FilmFest Hamburg seine Deutschlandpremiere feiern.

Helge Albers, Geschäftsführer MOIN Filmförderung: „Das gab es noch nie: Mit ‚Elefanten im Nebel‘, ‚Gelbe Briefe‘ und ‚Rose‘ gehen drei MOIN-geförderte Filme ins Rennen um eine Oscar-Nominierung in der Kategorie ‚Bester Internationaler Film‘. Das ist ein großartiger Erfolg für den Film-Norden – wir drücken den drei Teams die Daumen für die nächsten Schritte.“
 
Damit setzt sich für die MOIN Filmförderung eine Erfolgsgeschichte fort: Bereits 2024 mit „Das Lehrerzimmer“ und 2025 mit „Die Saat des heiligen Feigenbaums“ von Mohammad Rasoulof stellten MOIN-geförderte Produktionen den deutschen Oscar-Kandidaten. Mit „Elefanten im Nebel“, „Gelbe Briefe“ und „Rose“ ist MOIN nun gleich dreifach auf dem Weg zu den Academy Awards vertreten.

Oscar-Kickoff beim FilmFest Hamburg
Wie eine Oscar-Kampagne überhaupt funktioniert, ist auch Thema bei den FilmFest Hamburg Industry Days: Am 28. September um 17:30 Uhr laden die Deutsche Filmakademie, German Films und die MOIN Filmförderung zum Talk „Wie geht eigentlich Oscar-Kampagne?“ ins Curio-Haus. Die Produzent*innen von „Everytime“, „Gelbe Briefe“ und „Von Scham und Geld“ geben Einblicke in ihre bevorstehenden Kampagnen und sprechen darüber, wie ein Film international Aufmerksamkeit erzeugt und auf den Radar der Academy-Mitglieder gelangt. Der Talk ist mit einer FilmFest Hamburg Industry Accreditation zugänglich.

Der Weg zu den Oscars
Im kommenden Winter entscheidet sich, ob die drei Filme den Weg bis zur Oscar-Nominierung weitergehen werden. Am 15. Dezember 2026 gibt die Academy of Motion Picture Arts and Sciences die 15 Titel umfassende Shortlist in der Kategorie „International Feature Film“ bekannt. Am 21. Januar 2027 werden die fünf nominierten Filme verkündet. Die 99. Academy Awards finden am 14. März 2027 in Los Angeles statt.

MEHR ZU DEN FILMEN

Elefanten im Nebel
„Elefanten im Nebel" ist das Langfilmdebüt des nepalesischen Regisseurs Abinash Bikram Shah, dessen Kurzfilme und Arbeiten als Autor bereits international Beachtung fanden. Der Film erzählt von Pirati, der Matriarchin einer Gemeinschaft von Kinnar-Frauen in einem nepalesischen Dorf, die sich zwischen persönlichem Glück und Verantwortung entscheiden muss. Die deutsch-majoritäre Koproduktion entstand unter Federführung der Lübecker Zischlermann Filmproduktion und der Kölner Produktionsfirma Die Gesellschaft DGS. Die MOIN Filmförderung hat das Projekt mit 65.000 Euro gefördert.

Am 25. September 2026 um 17:30 Uhr feiert „Elefanten im Nebel“ beim FilmFest Hamburg seine Deutschlandpremiere im CinemaxX Dammtor. Mehr zu Premiere und Tickets auf filmfesthamburg.de

Gelbe Briefe
Mit „Gelbe Briefe“ (if… Productions Film, München) erzählt der Oscar-nominierte Regisseur İlker Çatak ein Drama aus der Türkei, das in Deutschland realisiert wurde und bei der Berlinale 2026 bereits den Goldenen Bären gewonnen hat. Gedreht wurde über drei Wochen hinweg in Hamburg. Der Film schildert die Geschichte des Künstlerehepaars Derya und Aziz aus Ankara, die über Nacht ins Visier des Staates geraten und ihre Arbeit und Wohnung verlieren. Zusammen mit ihrer Tochter gehen sie nach Istanbul, wo sie sich zwischen ihren Wertevorstellungen und der gemeinsamen Zukunft als Familie entscheiden müssen. Der Film wurde von der MOIN Filmförderung in der Produktion mit 450.000 Euro unterstützt.

Rose
In der deutsch-österreichischen Koproduktion „Rose“ (ROW Pictures, Leipzig) führt die Handlung in ein protestantisches Dorf des 17. Jahrhunderts. Die Ankunft eines vernarbten Fremden (Sandra Hüller) sorgt dort für Misstrauen unter den Dorfbewohner*innen. Der Fremde erweist sich jedoch als fleißig und gottesfürchtig und wird Teil der Gemeinschaft – obwohl sein Wunsch nach Zugehörigkeit auf einer Lüge beruht. Regisseur Markus Schleinzer erzählt in seinem Historiendrama von einer Person, die als Frau geboren wurde, als Mann lebte und damit ein ganzes Dorf täuschte. Bei der Berlinale 2026 wurde Sandra Hüller für ihre Leistung in „Rose“ mit dem Silbernen Bären als beste Darstellerin ausgezeichnet. Der Film wurde von der MOIN Filmförderung mit einer Fördersumme von 100.000 Euro unterstützt.

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